20.01.10

Offensive gegen Orangenhaut

Gute Wasserbetten reduzieren die Gefahr von "Orangenhaut".

Orangenhaut, Cellulitis, Matratzenphänomen. Bezeichnungen für ein Phänomen, das den Medizinern unter „Dermopanniculosis deformans“ bekannt ist. Für Ärzte ist das unebene Hautbild keine Krankheit, sondern ein weibliches Attribut, begründet in der geschlechtsspezifischen Hautstruktur. Cellulitis ist eine Hautveränderung, die rund 80 Prozent aller Frauen ab 20 Jahre betrifft. Vergrößerte Fettkammern im Unterhautfettgewebe drücken sich nach oben durch das erschlaffte Bindegewebe. Sport, Abnehmen und fettfreie Ernährung können ihrer Entstehung vorbeugen; vor allem aber die richtige Wassermatratze für schwereloses Liegen zur Unterstützung der Durchblutung im Hautgewebe. Cellulitis kommt praktisch nur bei Frauen vor. Aufgrund ihres andersgearteten Hormonhaushaltes bleiben Männer davor weitgehend verschont.

Gegen Cellulitis hilft das langsame Abspecken vor dem 40. Lebensjahr. Wichtig ist aber auch, die Durchblutung der Haut zu fördern, insbesondere in dem Drittel Leben auf einer richtigen Matratze ohne Druckpunkte. Als vermeintliches Zeichen für Übergewicht, Unsportlichkeit oder Alterungsprozesse bedeutet die Orangenhaut insbesondere für das weibliche Geschlecht meist einen Schönheitsmakel und Attraktivitätsverlust, der die betroffenen Frauen Schwimmbäder und öffentliche Saunen oft meiden lässt. Das gefürchtete Matratzenphänomen, bei dem sich Vorwölbungen und Dellen in der Hautoberfläche bilden, tritt bevorzugt an Oberschenkeln und Gesäß auf. Im Stadium 1 lässt es sich nur beim Zusammendrücken der Haut nachweisen, im Stadium 2 dellt sich die Haut bereits im Stehen, und im Stadium 3 zeigt sich das Matratzenphänomen sogar schon im Liegen.

Vor dem 40. Lebensjahr abspecken

Gefäße und Durchblutung sind für das Entstehen der Orangenhaut von besonderer Bedeutung. Nimmt das Fettgewebe zu, verschlechtern sich die Strömungsverhältnisse in den Blut- und Lymphbahnen, die Durchlässigkeit der Kapillaren steigt. Will man der Orangenhaut vorbeugen oder diese behandeln, muss man also zunächst Gewicht und Fett reduzieren. Und dies sollte unbedingt bis zum 40. Lebensjahr erfolgen, denn nur bis zu diesem Alter ist das Gewebe so elastisch, dass es sich danach wieder problemlos zusammenziehen kann.

Fettabbau lenken

Die "Null-Diät"-Variante ist zur Gewichtsreduktion allerdings nicht zu empfehlen, denn strenge Hungerkuren verschlechtern die Durchblutung im Unterhautgewebe zusätzlich. Besser geeignet ist eine eiweißreiche, fett- und kohlehydratarme Kost. Damit die so frei werdenden Fettmassen nicht einfach an anderer Stelle wieder eingelagert werden, sollten sie am besten im Rahmen sportlicher Aktivitäten verbrannt werden. Gleichzeitig verbessert die Muskelaktivität dabei auch die Blutversorgung, was sich ebenfalls positiv auf die Cellulite auswirkt.

Volle Kraft für die Durchblutung

Um die Elastizität der Haut an den betroffenen Stellen zu verbessern, helfen Vitamin-A-Säure-haltige Externa oder apparative Massagen mit Lymphdrainage-, Lymphpress- oder Saugpumpengeräten.

 

Das richtige Bett

 

Doch der verhältnismässig bedeutsamste Faktor ist die richtige Matratze, weil hier in der Regel ein Drittel seines Lebens verbracht wird, und harte Unterlagen lassen die Durchblutung stocken.

Um die erforderliche Durchblutung in den Hautgefäßen zu gewährleisten, soll der Auflagedruck nicht höher sein als 28 mmHG auf der Quecksilber-Drucksäule. Konventionelle Matratzensysteme liegen deutlich darüber, nicht zuletzt durch die falsch verstandene Volksmeinung “hart liegen”, am Besten auf einem Brett. Dieser Irrglaube entstand aus den Zeiten vor den Lattenrosten, als Matratzen durch Stahlfedern getragen wurden, die einen Hängematteneffekt erzeugten und den Rücken verbogen. Für eine optimale Durchblutung sorgen gute Wasserbetten, wie das Ungeborene im Mutterleib. Doch Vorsicht: Wasserbett ist nicht gleich Wasserbett. Es gibt eine Vielzahl von Sogenannten, die zwar Wasser drin haben, aber den eigentlichen “schwerelosen Schlaf” nicht bieten durch falsche Konstruktionen wie Zuschnitte und Einlagen. Bestens bewährt hat sich ein deutsches Markenprodukt mit Entwicklungsgeschichte seit 1973, und insbesondere die Med-Version, die gleich gegen eine ganze Reihe von Alltagsleiden beste Resultate erzielte. (Medizinprodukt Code UMDNS 12-480).

Nur durch kombinierten Einsatz aller aktiven und passiven Behandlungsverfahren kann man aber das Hautbild so entscheidend verbessern, dass die betroffenen Frauen auch wirklich zufrieden sind. "All die genannten Verfahren zielen im Grunde darauf ab, die Durchblutung zu fördern und das Gewebe zu massieren", erklärte Dr. Gerhard Sattler, Rosenpark-Klinik, Darmstadt. Damit werden die Lymphkanälchen drainiert und die "Wasserbeladung" der Fettläppchen reduziert.