24.10.11

Wasserbetten-Langschläfer sind faul ??

Dieser Vorwurf fällt ungeduldigen Kurzschläfer(innen) ein, wenn sie, wie so oft, ohne ihren langschläfrigen Partner den Sonnenaufgang begutachten müssen.
Doch er stimmt nicht. Schlafbedürfnisse und Faulheit haben rein garnichts miteinander zu tun. Schlafbedürfnisse sind das Ergebnis des Zusammenspiels genetischer Anlagen und persönlicher Entwicklung. Der Bostoner Psychiater Ernest Hartmann stellte 1971 jedoch fest, dass mit der Dauer des Schlafes verschiedene Charakterstrukturen einhergehen. Die von ihm befragten Langschläfer(innen) schliefen mehr als neun, die Kurzschläfer(innen) weniger als sechs Stunden pro Nacht.
Sein Ergebnis: Kurzschläfer(innen) sind energischer, erfolgreicher, extrovertierter, geselliger, angepasster, psychisch schwerer zu erschüttern. Ihr Schlaf ist für sie in erster Linie versäumte Zeit, sie maßen ihm genauswenig Bedeutung bei wie etwaigen Geheimnissen ihrer Seele.
Die Langschläfer(innen) hingegen sind introvertierter und nachdenklicher, sie neigen dazu, sich zu unterschätzen und sind eher ängstlich und schüchtern. Doch zeigen sie sich dafür kreativer, origineller und weniger konformistisch. Ihr Schlaf, ihre Träume und ihr gesamtes Innenleben waren ihnen sehr lieb und wichtig.