27.01.12

Wasserbetten Langschläfer sind faul?

Einen solchen Vorwurf lassen sich ungeduldigen Kurzschläfer(innen) gerne einfallen, wenn sie wie so oft ohne Begleitung ihres langschläfrigen Partners den Sonnenaufgang begutachten müssen.


Doch er stimmt nicht, denn Schlafbedürfnisse und Faulheit haben nichts miteinander zu tun. Sie sind wahrscheinlich das Ergebnis des Zusammenspiels genetischer Anlagen und persönlicher Entwicklung. Ernest Hartmann, en Pyschiater aus Boston, stellte 1971 jedoch fest, dass mit der Dauer der Nachtruhe verschiedene Charakterstrukturen einhergehen. Die von ihm befragten 23 Langschläfer(innen) schliefen mehr als neun, die 16 Kurzschläfer(innen) weniger als sechs Stunden pro Nacht.


Hartmanns Ergebnis: Kurzschläfer(innen) sind energischer, erfolgreicher, extrovertierter, geselliger, angepasster, psychisch schwerer zu erschüttern. Ihren Schlaf empfanden sie in erster Linie als versäumte Zeit, sie maßen ihm genauswenig Bedeutung bei wie etwaigen Geheimnissen ihrer Seele.
Die Langschläfer(innen) hingegen erwiesen sich als introvertierter und nachdenklicher, sie neigten dazu, sich zu unterschätzen und waren eher ängstlich und schüchtern. Andererseits aber zeigten sie sich kreativer, origineller, weniger konformistisch. Ihr Schlaf, ihre Träume und ihr gesamtes Innenleben waren ihnen außerordentlich lieb und wichtig.