30.04.12

Medikament aus körpereigenen Schlafstoffen

Französische Wissenschafter vermuten schon lange, dass sich im Körper während des Tages ein Hypnotoxin ("Schlafgift") ansammalet, was am Abend müde macht. Diese These  wird seit einigen Jahrzehnten erforscht. Einen gesünderen und einfacheren Weg um für regenerativen Schlaf zu sorgen, als ein körpereigener Stoff, der einen ganz natürlichen Schlummer hervorruft, gibt es nicht.

Mittlerweile wurden viele Substanzen gefunden, die den Schlaf irgendwie beeinflussen. Delta-Sleep Indacing Peptide (DSIP) sollte mal des Rätsels Lösung sein. Heute jedoch wird angenommen, dass er nur andere Botenstoffe und Hormone beeinflusst, die den Schlaf regulieren. Wissenschaftler(innen) setzen bei Ihrer Suche nach schlaffördernden Substanzen in erster Linie auf das Interleukin 1, eine Substanz des Immunsystems. Diese und ähnliche Substanzen werden bisher allerdings noch nicht als Schlafmittel eingesetzt, da ihre Wirkungsweise noch nicht vollständig geklärt ist. Wenn es aber mal soweit ist, würden sie schnell all die gesundheitsschädlichen Schlafmedikamente ablösen - und der Pharmaindustrie ihr Milliardengeschäft vermasseln.

Bis dahin bleibt es das Best, die Ursachen für den gestörten Schlaf zu suchen und zu beseitigen. Helfen tut dabei nichts besser als ein gutes Wasserbett. Auch wenn das ein wenig mehr Konsequenz erfordert als der flinke Griff zur Pille.