26.12.12

Gute Wasserbetten statt Genmutationen

Forscher der Universität Zürich haben sogenannte Tiefschlaf-Gene entdeckt. Menschen mit einer Mutation im sogenannten Adenosin-Desaminase-Gen haben einen tieferen und damit erholsameren Schlaf, als Menschen mit der normalen Ausführung dieses Tiefschlaf-Gens.

Hans-Peter Landolt untersuchte die Beziehung zwischen genetisch bedingten Variationen der Hirnaktivität im Schlaf und dem Adenosin- Neurotransmittersystem.

4300 Probanden nahmen an der Untersuchung teil. Adenosin ist ein chemischer Grundbaustein im Körper, ein Energieträger und ein Botenstoff. Genetische Veränderungen im Adenosin- Neurotransmittersystem beeinflussen das Schlafbedürfnis und die Schlafqualität, so die Forscher. In einer Ausgabe des Magazins «Proceedings of the National Academy of Sciences» berichteten sie, dass Schläfer mit dem mutierten Adenosin-Desaminase-Gen auch weniger oft während der Nacht aufwachten.

Menschen mit einer anderen Mutation im Adenosin-System, im Gen für den Adenosin-A2ARezeptor, haben eine veränderte Aktivität der Hirnstromwellen.
Die Muster unterscheiden sich während des Schlafs wie auch im Wachzustand, berichten die Forscher. Sie vermuten, dass medikamentöse Behandlungen gegen Schlafstörungen entwickelt werden könnten, die auf das Adenosin-Neurotransmittersystem wirken.

Bis dahin bietet aber auch das gute Wasserbett einen regenerativen, beinahe schwerelosen Tiefschlaf.