28.05.14

Wo die Milben wirklich zu finden sind

Wer glaubt, seinen Teppich zu entsorgen, würde helfen, die Hausstaubmilbe loszuwerden, der irrt sich. Ein Professorenteam aus Wien stellte fest, dass sich Milben nur selten in Teppichen wohlfühlen. Milben bevorzugen eher Betten. "Zu 66 Prozent leben sie in Matratzen, in Unter- und Oberbetten", meint Manfred Walzl (Institut füt Zoologie, Uni Wien), "zu 20 Prozent in Polstermöbeln und nur 4 Prozent in Teppichen.".

Generell seien Milben harmlose "Wesen" und keine "Unwesen", die man bekämpfen müsse. Dies gilt für die meisten Menschen, ausgenommen sind natürlich die Allergiker. Das Problem für Allergiker ist nicht die Milbe an sich, welche sich von Hautschuppen ernährt, sondern ihre Exkremente. Laut Walzl seien diese zunächst in eine Membran verpackt, welche langsam zerbräche, wodurch der Inhalt frei werde und gewisse Verdauungsenzyme, welche die eigentlichen Allergieauslöser sind eingeatmet werden. Insbesondere in den letzten Jahren haben sich allergisch bedingte Reaktionen, wie Asthma oder Hautauschläge stark gehäuft.

Egal ob Smog, oder saurer Regen - unsere Körper sind häufiger Gefahren augesetzt, als einem lieb ist. Nicht nur die Milbe, sondern auch alte "Bekannte", wie Schimmelpilze oder Parasiten, können einem das Leben schwer machen. Meistens leider dort, wo man sich sicher und wohl fühlt: im eigenen Zuhause.
Zu den Plagegeistern Nummer 1 gehört ohne Zweifel die Hausstaubmilbe.
Oft ist es so, dass herkömmliche Matratzen einen wunderbaren Nährboden für diese Spinnentierchen abgeben, da sie sich zwischen Staub und abgestorbenen Hautschuppen besonders wohl fühlen.
So können alte Matratzen buchstäblich zu "Dreckschleudern" werden, da der Milbenkot bei jeder nächtlichen Drehung auf der Matratze, zusammen mit dem Staub aufgewirbelt wird und so in die Atemwege gelangen kann.

Der erste Schritt im Kampf gegen Milben sollte der Kauf eines guten Wasserbettes sein, da Schmutz nicht in den Korpus einer ausgereiften Wassermatratze eindringen kann. Die Textilauflage ist abnehmbar, reinigungs bzw. kochfest, der Wasserkern ist zusätzlich abwaschbar. Auch Menschen, die nachts viel schwitzen, haben in einem Wasserbett eine gesunde und hygienische Schlafalternative: Das Schwitzwasser wird durch die aufsteigende Wärme des Wasserbettes nach oben verdunstet. Somit ist es mit dem stundenlangen "braten im eigenen Saft" vorbei.

Im vergleich zu anderen Wasserbetten, zeichen sich wenige gute besonders durch lebensmittelechte Folien, keine kritischen Schwermetalle und formaldehydfreie Materialien aus.